Wissenswertes

Kurzsichtigkeit (Myopie)

Das rechtsichtige Auge hat ca. 60 dpt und kann das Licht so bündeln, dass der Brennpunkt genau auf der Netzhaut liegt und somit ein scharfes Bild entsteht.

Ist das Auge kurzsichtig, liegt der Brennpunkt vor der Netzhaut.

Dafür gibt es zwei mögliche Ursachen:

  1. Das Auge ist zu lang gebaut und somit bündeln sich die Lichtstrahlen vor der Netzhaut.
  2. Das Auge hat zu viel Brechkraft (z.B. +62dpt). Das heißt, die Lichtstrahlen werden zu stark gebündelt und bilden den Brennpunkt ebenfalls vor der Netzhaut.

Der Kurzsichtige kann in der Nähe scharf sehen, in der Ferne jedoch nur unscharf.

Übersichtigkeit (Hyperopie)

Ist das Auge übersichtig (weitsichtig), liegt der Brennpunkt hinter der Netzhaut.

Auch hier gibt es wieder zwei mögliche Ursachen:

  1. Das Auge ist zu kurz gebaut und die Lichtstrahlen bilden ihren Brennpunkt hinter der Netzhaut.
  2. Das Auge hat zu wenig Brechkraft (z.B. +58 dpt). Das heißt, die Lichtstrahlen werden zu schwach gebündelt.

Der Übersichtige kann in der Ferne scharf sehen, in der Nähe jedoch nur unscharf. Allerdings ist dies abhängig von der Stärke der Übersichtigkeit und auch von dem Lebensalter.

Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)

Die Hornhautverkrümmung ist keine Krankheit, sondern genauso alltäglich wie die Kurz- und Weitsichtigkeit.

Theoretisch soll die Hornhaut eine kugelförmige, gleichmäßige Vorderflächenkrümmung haben. Dies ist in der Praxis jedoch selten zu beobachten.

Hat die Hornhaut eine Verkrümmung, ähnelt sie eher einer Ellipse. Das bedeutet, dass die Hornhaut wie in diesem Beispiel in 0° (horizontal) eine andere Brechkraft hat als in 90 ° (vertikal). Somit entstehen zwei Brennpunkte im Auge, die das Bild unscharf und verzerrt darstellen.

Das entsprechende Korrektionsglas muss also einen Zylinder enthalten, der die beiden Brennpunkte wieder zu einem werden lässt.

Alterssichtigkeit (Presbyopie)

Die Augenlinse hat die Aufgabe sich bei Nahsehaufgaben stärker zu krümmen, damit der Brennpunkt wieder auf der Netzhaut liegt und das Bild dort scharf abgebildet werden kann.

Ab „Mitte 40“ bemerkt man, dass man längere Nahabstände bevorzugt. Jedoch werden irgendwann „die Arme zu kurz“.

Der Grund dafür ist die stetig steigende Unflexibilität der Augenlinse. Sie wird durch stoffwechselbedingte Ablagerungen immer härter und kann sich dadurch zunehmend schlechter krümmen. Dies ist ein natürlicher Alterungsprozess der Augenlinse.

Unser Tipp

Lassen Sie mindestens einmal pro Jahr Ihre Sehstärke überprüfen!

Die Sehleistung lässt oft unbemerkt nach. Gerade im Straßenverkehr kann dies zu gefährlichen Situationen führen. Für Ihre Sicherheit sind Sie bei uns zum kostenlosen Sehtest herzlich eingeladen - vereinbaren Sie gleich einen Termin.